Dienstag, 12. April: Paris, Perpignan, Mollet del Vallès, Barcelona
Schnell noch frühstücken (mmmh, Croissant, Baguette und (Soja-)Joghurt, dann machen wir uns die 100m zum Bahnhof. Schon schön, von der SNCF ins Hotel quartiert zu werden, da ist der Bahnhof gleich um die Ecke. Nach ein wenig Umherirren (der Gare de Lyon hat drei große Abfahrtshallen) finden wir die Menschen, die für L die Rampe an den Zug legen und ihr helfen sollen. Und stellen kurz darauf fest, dass unser Zug der einzige auf der großen Abfahrtstafel ist, der Verspätung hat. Ganze 50 Minuten. Da hätten wir also doch ganz in Ruhe frühstücken können..
Im TGV ist die Barrierefreiheit sehr witzig gelöst: Das Abteil ist drei Stufen niedriger als der Einstieg, aber der ganze Boden lässt sich auf Knopfdruck wie ein kleiner Aufzug die drei Stufen hoch- und wieder runterfahren. So gelangten wir dann ins 1. Klasse-Rollstuhlabteil (es gibt keines in der 2., also wird man auch mit Fahrkarte zweiter Klasse dorthin gebucht).

Am Anfang hatten wir noch Hoffnung, die 50 Minuten Verspätung zu verkürzen, denn in Perpignan hätten wir 45 Minuten zum Umsteigen haben sollen. Diese Hoffnung schwand im Laufe der Fahrt immer mehr, und als wir schließlich mit exakt 43 Minuten Verspätung Perpignan erreichten kamen wir genau pünktlich an, um unseren Zug ein paar Gleise weiter abfahren zu sehen. Die Person im Bahnhof Perpignan waren eher minder hilfreich (wir konnten kaum Französisch, sie nur Französisch, da ist Kommunikation schwer), wir haben also beschlossen, in die Stadt zu gehen und die zwei Stunden Wartezeit auf den nächsten Zug mit Essen und dem Nachkauf desselbigen totzuschlagen.

Dann ging es mit einem alten, klapprigen französischen Regionalzug an die spanische Grenze, und von dort mit dem Regionalzug runter in den kleinen Ort vor Barcelona, wo wir glücklicherweise noch ein günstiges Hotel bekommen haben – wir hatten ganz vergessen, dass gerade Semana Santa ist, die Woche vor den Osterfeiertagen, wo die meisten Spanier Urlaub bekommen und ein ganzes Land auf Reisen ist. Daher waren alle zentralen günstigen Unterkünfte ausgebucht und wir sind in Mollet de Vallès untergekommen, einem gemütlichen Vorort von Barcelona in den Tälern hinter dem Küstengebirge. Knapp 25 Minuten mit dem Zug in die Stadt ist doch noch ganz okay.


Am Abend ging es dann noch mal in die Innenstadt, ein wenig umherspazieren und den Abend nutzen. Auch der Strand (wow, Meer und Sand) durfte nicht fehlen. Dann war es langsam schon so spät, dass der letzte Zug uns fast abgefahren ist, aber ganz knapp haben wir ihn noch erwischt und konnten so das Erlebnis Nachtbus vermeiden.



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Kommentieren →Wer hat denn da über wen triumphiert für den Arc de Triumphe?