Round and round it goes..

Samstag, 17.6: Glasgow

Gestern Abend sind wir total erschöpft von der Tour durch London in Glasgow angekommen. Also stand außer Schlafen nicht viel mehr auf dem Programm, schließlich war es schon spät.

In Glasgow haben wir mal wieder eine kleine Stadtführung gemacht – von der aufgrund des starken Highlands-Akzents nur ein wenig hängen geblieben ist. Aber jetzt wissen wir, dass die Stadt reich durch den Handel mit Tabak und Sklaven wurde und die ersten Milliardäre überhaupt hier her kamen. Und da in der Bibel steht, dass eher ein Kamel durchs Nadelöhr geht als dass ein Reicher in den Himmel kommt, hat jeder der Reichen eine eigene Kirche gebaut – es steht nämlich auch drin, dass jeder, der einen Tempel baut in den Himmel kommt – und so haben sich die damals sehr gläubigen Reichen aus der Zwickmühle befreit.

Auch haben wir gelernt, dass Wellington (ein General der Schotten im Unabhängigkeitskrieg, wenn ich mich richtig erinnere) seit Jahrzehnten ein Verkehrshütchen trägt – es wurde ihm einfach so lange wieder aufgesetzt, bis die Leute in der Stadt gesagt haben „das gehört jetzt so!“ – und das dann so geblieben ist und inzwischen eines der Markenzeichen der Stadt ist.

Die drittälteste U-Bahn der Welt fährt auch unter der Stadt – und das noch unverändert auf einer Ringroute. Natürlich mussten wir damit ein paar Runden drehen (unsere Unterkunft lag auch an einer Seite des Rings, die Innenstadt an der anderen, so sinnlos war es also gar nicht).

Am Abend wollten wir dann noch mal schottische Pubkultur kennenlernen und L steuerte nach einiger Zeit einen Laden an, der aus J’s Perspektive eher uninteressant war – lauter ältere Menschen, kaum junge (aber L konnte das aus ihrer Blickhöhe nicht sehen). Doch als wir drinnen waren wurden wir überrascht – es gab coole Musik und gutes Bier, nur die Menschen passten vom Alter her nicht für uns Deutsche ins Bild. Egal, war zwar ungewohnt, aber witzig war es allemal. L konnte das tanzen nicht sein lassen und wurde innerhalb kürzester Zeit vom halben Pub angefeuert. Mal schauen, ob die sich in 10 Jahren noch an uns erinnern..

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