Goethe hatte ne Burg?

Sonntag, 5.6: Västerås, Göteburg

Wir sind natürlich mal wieder so zeitig aufgestanden, dass wir exakt pünktlich an unserem Zug standen. Eigentlich ein Wunder, dass wir bislang noch keinen verpasst haben, dachten wir uns. Immerhin hat uns die Software der schwedischen Bahn für heute zwei! Rollstuhl-Plätze im Zug reservieren lassen (einer ging nicht, entweder alle Mitfahrenden oder keine – in Schweden machen Menschen im Rolli also gerne gemeinsam ohne Laufende Ausflüge per Zug), also war die Schaffnerin heute sehr freundlich zu uns (sicherlich nur darum, das kann ganz bestimmt nicht andere Gründe haben). Auf halber Strecke kam sie zu uns, um zu fragen ob wir die letzten 50km nicht lieber Taxi fahren wollen, und nicht den Ersatz-Bus, der dort wegen Bauarbeiten an der Schiene fährt. So schnell hab ich L selten irgendwo zustimmen sehen!

Nach ein wenig Hin- und Her und dem Vergewissern, wie groß das Taxi denn sein muss kamen wir dann entspannt in Alingsås an, wo unser Taxifahrer schon am Bahnsteig wartete. Schön, dass uns die SJ die Taxifahrt zahlte, denn den Preis hätten wir uns nicht leisten können.. (ihr könnt ja mal raten, L weiß ihn bestimmt noch)

Während der Fahrt erzählte uns der Taxifahrer noch die eine und andere Geschichte, unter anderem von einem Kartoffelfest in Alingsås – natürlich hat sich J das gemerkt. Irgendwann kommen wir dann am Göteborger Hauptbahnhof an und laufen zu unserer Unterkunft, die dieses Mal etwas weiter abseits liegt. Wir sind aber froh, was bekommen zu haben, denn noch ist Pfingstwochenende. Wir bekommen ein schönes Indoor-Zimmer, richtig schön dunkel und ohne Fenster, perfekt zum Schlafen (J) oder auch baaah, kein bisschen Licht um einzuschlafen (L), legen uns erstmal ein wenig hin, denn das laufen zur Unterkunft hat sehr geschlaucht. Scheiß Krankheit, hoffentlich ist es nur ne kleine Erkältung.

Am späten Nachmittag sind wir dann in die Stadt gegangen und haben einen kleinen entspannten Spaziergang gemacht. Zu viel mehr fühlten wir uns nicht fit genug, und so beschlossen wir währenddessen, unsere Norwegen-Pläne komplett über den Haufen zu werfen und hier einen Tag zu verlängern – denn in dem Zustand hat das halt alles keinen Sinn, und Norwegen läuft hoffentlich genausowenig weg wie L.

Eines der wenigen Fotos, die wir heute geschafft haben. Aber ein sehr passendes, denn in dem Park haben wir uns beim Spaziergang lange ausgeruht

Nach einer kleinen Tour in die Innenstadt und den Hafen sind wir schnell wieder in den Park und dann ins Hostel, wir fühlten uns doch schon fix und fertig. Zum Glück konnten wir hier eine Nacht verlängern und haben so einen Tag Zeit, uns zu erholen.

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