Samstag, 14.05: Bukarest, Brasov
Nachdem wir in Bukarest ausgeschlafen haben und erleichtert um die Sorge, dass der Rollstuhl jeden Moment zusammenbrechen könnte machten wir uns auf zum Gara de Nord – dem großen Bahnhof Bukarests. Auf dem Weg dahin wurde nochmal Wegproviant eingekauft und schon ging es – mit einem sehr vollen Zug – gen Norden.
Hatten wir bislang den Eindruck, Rumänien wäre ein sehr flaches Land, so kamen wir heute nach einer Stunde Fahrtzeit in die Karpaten. Diese sind mehrere tausend Meter hoch, es gab Skilifts und herrliche Aussicht zu bewundern. Und damit war der Eindruck hinüber, denn es wurde jede Minute bergiger und wilder. Als wir dann auf der anderen Seite des Gebirgskamms in Brasov ankamen, war dieser erste Eindruck vollkommen überholt.
Brasov selbst ist eine Stadt am Rande der Berge, mit einem fast 1000m hohen Hausberg, auf dem ganz im Stile Hollywoods der Schriftzug „BRASOV“ in großen weißen Lettern prangt. Unsere Bleibe befand sich genau am Fuße dieses Berges, dort stellten wir unser Gepäck ab und gingen dann in die Altstadt.
Schnell stellten wir fest, dass die Preise hier gar nicht mehr so günstig sind wie in Bulgarien, und das nicht nur ein Hauptstadt-Ding war. Und so genossen wir noch ein wenig das Altstadtflair wunderten uns über die langen Schlangen an vielen Gebäuden (am nächsten Tag stellte sich heraus dass Museumsnacht war und das alles Menschen waren, die anstanden um kostenlos ins Museum zu kommen) und über die recht laute „Disco“ am Hauptplatz, die das ganze Flair zerstörte.




Die Altstadt ist eine riesige, verwinkelte Fußgängerzone, die sich mit vielfältigsten Restaurants mal nach rechts, mal nach links abzweigte. Hin und wieder gab es sogar Tunnel. Auf jeden Fall war sie schön genug, um einfach das Flair zu genießen und durch die Gegend zu streifen, und das taten wir – mit ein paar Essenspausen – den restlichen Tag.
1 Kommentar
Kommentieren →Na Mensch, dort trefft ihr einen Ort, den wir (A&F&F&J&M) vor knapp 5 Jahren am Ende unserer Fagaras-Wanderung auch besucht haben. Es wurde sich mit den Bargeldresten fleißig mit Keksen eingedeckt für die lange Zugfahrt nach Hause. Damals war es meiner Erinnerung nach noch ziemlich günstig.