R(h)eingesprungen in den Urlaub

So. 12.6.: Basel

Nach einer langen Nachtzugfahrt voller Schlaf kam ich etwa eine Stunde verspätet in Basel an. Schön, dass es immerhin noch einen Nachtzug ab Dresden gibt (hoffentlich sind es bald zwei, der nach Budapest fährt momentan noch woanders lang).

L war die Tage vorher schon in der Schweiz und ist viel zu viel Bahn gefahren. Wir trafen uns in Basel.

Von der Kirche hat man einen schönen Ausblick auf den Rhein sowie etliche Seilfähren, die diesen – nur durch die Kraft der Strömung getrieben – überqueren.

In Basel haben wir die Stadt angeschaut und dabei über einen Fluss erfahren, der unter der Stadt durchfließt und inzwischen mit Gittern abgesperrt wurde, dass man nicht mehr durchlaufen kann. Auch gibt es einen Fluss, in dem man durch die Innenstadt schwimmen kann (die liebste Sommerbeschäftigung der Basler), aber dazu später mehr. Wir haben uns eine Kirche angeschaut, wo L sicherlich noch Stunden über die Einordnung in Barock, Klassizismus und wie sie nicht alle heißen berichten könnte – ich tu mir da nur etwas schwer, mir das alles zu merken.

Im Kreuzgang der Kirche befindet sich auch – neben vielen anderen – das Grab eines bekannten Mathematikers. Dieser wollte eine archimedische Spirale auf seinem Grabstein haben, aber da die Steinhauer damit nichts anfangen konnten, haben sie nur eine einfache Spirale daraus gemacht. Es gab sogar mal den Versuch, ein Crowdfunding zur Änderung der Spirale zu machen, aber wegen Denkmalschutz wird da nichts draus.

Auf der anderen Rheinseite angekommen liefen wir ein wenig den Rhein entlang und beobachteten mehr oder weniger erstaunt die vielen Menschen, die sich auf den Terassen sonnten oder aber im Rhein schwammen, ihren „Schwimmfisch“ hinter sich herziehend oder zwischen den Armen, gefüllt mit genug Luft, um als Schwimmhilfe zu dienen.

Natürlich mussten wir auch selbst mal in den Rhein springen – war es doch für L richtig seltsam, dass hier Menschen in einem Fluss schwimmen gehen. Abgesehen von den Algen, die den Ausstieg knapp 300m flussabwärts zu einem Abenteuer werden lassen haben, hat das ganze richtig Spaß gemacht!

Dann haben wir den Abend bei Bier und Snacks im alten Hafengelände – jetzt eine sehr schön eingerichtete Location, an der viele den Abend verbringen – ausklingen lassen. Auf dem Weg zurück in die Innenstadt wurde Tram gefahren, vorher aber noch fleißig Züge im Depot angeschaut.

In der Innenstadt schauten wir uns noch das Rothaus (Ein rotes Rathaus muss man schließlich so nennen, oder etwa nicht, liebe Hauptstädter?) und einige der Gässchen an. Unter wenigen Häusern gab es sogar noch Keller, eine Besonderheit in Basel, denn nach einem Erdbeben in den 1800ern wurden die meisten Keller einfach mit dem Schutt gefüllt, um ihn schnell loszuwerden. Dann bekamen wir noch zu sehen, wie die Basler feiern: in ihren Innenhöfen, am liebsten mit was zu trinken und alles andere als leise 🙂

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