Mittwoch, 13. April: Barcelona, Mollet del Vallès, Cerdanyola del Vallès, UAB
Nach ein paar Extra-Tagen in Paris waren wir nun angekommen, und als erstes mussten Vorräte aufgefüllt werden. Hätten wir einen großen LKW, könnten wir uns nun an deutschen Hamstern reich verdienen, bei dem was hier angeboten wird..

Dann ging es frühstückend zum Bahnhof, wir waren ja nicht in der Innenstadt untergekommen. Zum Glück war der Zug im Interrail inklusive, aber leider wussten das nur knapp 50% der Bahnangestellten hier, sodass uns manchmal mit Verwirrung und „ich muss mal nachfragen“ und so ähnlich begegnet wurde. Und einfach so zum Zug gehen ist nicht, die Bezahlschranken lassen nur Menschen mit Papptickets durch, als Interrailer darfst du daher die Angestellten ansprechen.
So sind wir zunächst an meine (J.) alte Erasmus-Uni gefahren, die ihren Campus auch hier in den Tälern vor der Stadt hat. So langsam werden auch die Orangenbäume auf dem Hauptplatz der Uni reif, aber wir wollten doch nicht riskieren, uns die Soße damit zu verderben.

Danach ging es unter langsam einsetzenden Regen (einer von vielleicht 10-20 Regentagen im Jahr, und wir müssen den natürlich erwischen) nach Cerdanyola del Vallès, mal schauen wo J das Jahr gelebt hat. Da die Wohnungen in Barcelona doppelt so teuer sind und die Uni eh hier draußen ist, hat sich der Nachbarort des Campus nur so angeboten.
Vor dem Regen flüchteten wir uns zunächst in eine Durchfahrt, dann in die maximal mittelmäßige Pizzeria direkt im Haus, wo J mal gelebt hat. Die Qualität ist immerhin gleich geblieben..
Als der Regen dann aufgehört hat, haben wir auf dem Weg zum Bahnhof noch eine Wasserflasche für L besorgt. Der Besitzer des kleinen Lädchens im Nachbarhaus erkannte mich tatsächlich auch nach fünf Jahren noch wieder und hat sich erstmal überschwänglich erkundigt, was mit mir so die letzten Jahre passiert ist und ob ich jetzt wieder hier lebe. Wir haben sogar eine Packung Erdbeeren und einen Stoffbeutel geschenkt bekommen. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass mal jemand von euch in Cerdanyola sein sollte und ne Kleinigkeit (Obst, Gemüse, Wasser, ..) braucht, Badulake Mohsin am Plaça Goya ist nur zu empfehlen 😉
Dann ging es mit dem Zug nach Barcelona rein, nochmal alles anschauen, was wir gestern im Dunklen gesehen haben, diesmal aber im Hellen. Während L den Weg vorgab und nebenbei einer Online-Sitzung beiwohnte, haben wir uns vom Ciutadella-Park bis fast ans hinterste Ende des Strandes „verirrt“. Dort konnten wir zwei halbnackte Personen beim Fotoshooting beobachten (also wir hätten dabei so was von gefroren, es war hier windig und Gischt überall) und auf das Meer und den Hafen sehen.



Da es dann doch langsam etwas kalt wurde, sind wir langsam wieder Richtung Innenstadt. L hat einen Fancy Laden erspäht, und wenig später sind wir aufgewärmt mit Maskenverlängerungen für meinen Dickkopf und zwei T-Shirts für den Partnerlook wieder raus.
Dann streiften wir noch ein wenig durch die Innenstadt mit ihren schmalen Gassen (da es aufgehört hatte zu Regnen waren sie diesmal etwas mehr mit Touristen überlaufen), und entdeckten die eine oder andere Sache. Kurz noch in eine Kirche rein, dann ein Monument vor dieser angeschaut und schon fanden wir uns mitten zwischen besoffenen deutschen Fußballfans wieder.. Schnell weg, aber in der touristischen Gegend waren diese überall. Einen Spanier hörten wir noch etwas im Sinne von „Was ist dies für ein deutscher Einmarsch hier“ sagen, dann waren wir endlich aus der Gegend weg. Wir holten uns zum Ausklang des Tages (und um den durch Fußballfans aufgebauten Stress abzubauen) noch ein alkoholfreies Bier sowie ein alkoholfreies Radler (beides lecker), dann ging es auch schon wieder zum Zug, es war so kalt geworden dass wir heute mal ein wenig früher in unsere Unterkunft zurück wollten. Auf dem Weg dorthin haben wir noch die Gaudihäuser gesehen.

3 Kommentare
Kommentieren →Ihr habt jetzt schon viel erlebt! Wünsche euch etwas wärmeres Wetter
Sind schon beeindruckt was ihr alles unternehmt.
Die jeweilige Beschreibung ist besonders aussagefähig.
Sind gespannt auf euer nächstes Ziel.
Wir wollen ja schließlich so viel wie es nur geht in der Zeit schaffen. 😊