Sonntag, 22.05: Suwalki, Marijampole, Kaunas
Da es seit zwei Jahren keine Zugverbindung mehr von Polen nach Litauen gibt, müssen wir heute mal auf die Straße ausweichen. Also fahren wir mit dem Bus von Suwalki nach Marijampole, von wo aus wir mit der lettischen Eisenbahn weiterfahren können.

Wir machen also eine kleine Lebensmittel- und Sockenbeschaffungspause im nahen Lidl (die gibt es irgendwie wirklich überall) und ersparen uns so dem Regen. Dann zurück zum Bahnhof, und unser Zug steht glücklicherweise schon da.
Nach einer knappen Stunde (ursprüngich mal internationale) Nebenstrecke kommt unser niedlicher Mini-Zug im Bahnhof von Kaunas an. Zwei Gleise weiter steht schon der Zug nach Vilnius, doch der fährt fast gleichzeitig mit Ankunft unseres Zuges ab, sodass nur für laufende Menschen genug Zeit ist, Züge zu wechseln. Wir haben also jetzt mindestens 1,3h Zeit, die Stadt anzuschauen, und wenn wir länger brauchen fährt auch etwa jede Stunde ein Zug nach Vilnius.
Also machen wir in die Stadt und finden sie schnell sehr schön – wie praktisch, dass wir flexibel sind und es hier direkt im Zentrum ein Hostel gibt. Wir beschließen also, die Nacht zu bleiben und erst morgen nach Vilnius zu fahren.
Im Hostel (sehr heruntergekommener Innenhof, dafür sehr schön im inneren) erfahren wir, dass im Rahmen der europäischen Kulturhauptstadt „Kaunas 2022“ heute Konzerte stattfinden werden – L freut sich jetzt umso mehr, dass wir hier geblieben sind.


Über die lange Fußgängerzone erreichen wir dann eine ausgehobene Straße (hier wird auf ganzer Breite die Fußgängerzone erneuert), wo die Menschen einfach so auf dem Sand laufen – doof, wenn man mit Rädern drüber will. Aber das lässt sich umfahren, sodass wir den Marktplatz erreichen, wo eine Bühne aufgebaut ist auf der eine Band eine uns unbekannte Musikrichtung spielt.


Als das Konzert vorbei ist, gehen wir noch in den Park am Fluss, wo eine alte Festungsanlage steht und ein Markt sowie eine große Bühne aufgebaut ist. Nachdem wir uns das ein wenig angeschaut haben, holen wir uns Eis (es ist inzwischen richtig warm geworden) und gehen dann wieder zur kleinen Bühne. Die Band, die da jetzt spielt, gefällt uns aber eher nicht so gut, daher gehen wir nach drei Songs wieder zur großen Bühne, in der Hoffnung, dass da noch was spielt. Und tatsächlich ist für in wenigen Minuten etwas angekündigt, das sich letztendlich als sehr schön herausstellt. Wir bleiben also eine knappe Stunde und hören uns das Konzert an.




Danach machen wir langsam am Fluss entlang zurück, wollen uns Essen machen, bevor wir uns irgendwo gemütlich hinsetzen wollen und ein Bier trinken wollen. Doch beim Essen und danach verquatschen wir uns so sehr mit anderen Menschen hier im Hostel, sodass die Bars alle schon zu haben. Dann sind wir halt morgen früh immerhin ausgeschlafen.
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Kommentieren →What the heck? Ein Tannenzapfen mit Beinen? Was hatte es denn damit auf sich?