Ein verregneter Tag

Dienstag, 31.5: Turku, Tampere

dannSchon beim Achen konnten wir den Regen vor unserem Fenster runterkommen sehen. Wegen der Form unserer Herberge klopfte er zwar nicht and Fenster, aber Lust, rauszugehen bekamen wir eher nicht.

Das ist einer der besseren Momente.. Seht ihr den Regen?

Was macht man also mit dem verregneten Tag? Wie gut, dass hier auf dem Schiff Frühstück inkusive ist, also machen wir uns erstmal satt. Und dann geht es in die Schiffs-Sauna, die auch inklusive ist. Und da das Schiff momentan total dolle nicht ausgebucht ist, sind wir die einzigen dort. So lässt sich die Zeit bis zum Check-Out doch gut verbringen.

Für Nicht-Finnen hängt im ersten Raum, in den man steht nachdem man die Tür mit der Aufschrift „Sauna“ öffnet, noch eine englische Sauna-Anleitung. Sie fängt an mit „Dieser Raum ist nicht die Sauna“. Jeder Satz hat wohl seine Geschichte, denken wir uns und stellen uns Touristen vor, die frierend im Umkleideraum der Sauna „saunieren“.

Bald ist es jedoch schon elf, und dann müssen wir auschecken und raus ins Schietwetter. Und zu allem Übel stellen wir auch noch fest, dass J’s Regenjacke nicht aufzufinden ist. Schnell nochmal alles durchgedacht und auch mit der gemachten Fotos überprüft – eigentlich sollte sie hier sein. Da sie sich aber auch nicht finden lässt, ist sie halt weg – lässt sich auch nicht ändern, nur der Zeitpunkt ist ungünstig. Es geht raus in den Regen, wir laufen über ein Brillengeschäft (L ist gestern ihre Sonnenbrille auseinandergefallen, diese bekommt eine neue Schraube spendiert) zum Bahnhof und setzen uns in den Zug nach Tampere.

In Tampere angekommen packen wir unser Gepäck ins Schließfach und dann begeben wir uns in den nächstbesten Laden und besorgen einen Regenschutz für J. Nicht schön, dafür bleiben aber die drei Lagen Klamotten darunter trocken, und solange es nicht total doll stürmt und regnet zugleich, wird das tun. Und vielleicht findet sich die Regenjacke bald wieder.

Doch trotz des Regenwetters schauen wir uns Tampere an, es bringt ja auch nichts, den Tag drinnen zu verbringen. Die alte Industriestadt hat überall alte Fabrikgebäude, einen reißenden Fluß in der Mitte, der zwei Seen verbindet, diverse Kirchen, von denen wir uns eine (auch ein wenig zum Aufwärmen und trocken werden) anschauen sowie einige Hügel. Von einem davon hat man einen guten Ausblick auf den einen See und den Freizeitpark am Rande desselbigen.

Da ist einer der viiiiiiielen Seen Finnlands

Wir streifen weiter durch die Stadt, laufen ein wenig am anderen See entlang (trotz kalten Wassers baden zwei Personen) und kehren dann langsam wieder zurück. Als es döller anfängt zu regnen, ziehen wir uns ein wenig in ein Einkaufszentrum zurück, gehen dann noch ein wenig spazieren und beschließen dann, die letzten paar Stunden in der Stadt hier was zu schreiben und es ein wenig aktuell(er) zu halten, denn wir sind wegen des dauernd guten Wetters und viel zu viel interessanten zu tun schon mehrere Wochen im Verzug. So nutzen wir die letzten beiden Stunden des Regentages, bevor wir uns bei hellichten Tage um 22:30 zu unserem Nachtzug nach Lappland begeben.

Mit dem „Santa-Claus-Express“ geht es an den Polarkreis
Gute Nacht, L.. (Die übrigens komplett ausgenockt wurde, dadurch, dass sie sich den Kopf am Wecker angestossen wurde.)
Und gute Nacht, liebe Eule!

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