Mittwoch, 1.6: Rovaniemspi
Früh am Morgen kam der Nachtzug „Santa Claus Express“ dann in Rovaniemi an.

An der Unterkunft angekommen mussten wir allerdings feststellen, dass die angebotene „Gepäckaufbewahrung inklusive“ eher eine „Gepäck“aufbewahrung „inklusive“ war – ab elf Uhr können wir das Gepäck bei einem Restaurant unterstellen, das auch für die Schlüsselübergabe da ist, davor müssen wir für fünf Euro pro Gepäckstück den benachbarten K-Markt nutzen. Und wir haben vier Gepäckstücke.. Da warten wir doch lieber die Zeit in einer Einkaufspassage ab, schließlich soll es noch bis Mittag regnen und da macht es eh eher weniger Spaß, durch die Gegend zu streifen.

Ab elf hat dann das Restaurant aufgemacht, wo wir den Schlüssel zur Wohnung abholen können. Dort sollten wir unser Gepäck auch lagern können, also sind wir knapp zwei Stunden vor Check-in dort hin. Kaum hatten wir unser Gepäck abgestellt, bekamen wir gesagt, dass die Wohnung fertig ist. Also wieder aufladen und nichts wie hin. Wir haben abgeladen, direkt die Waschmaschine beladen (Cool, eine Wohnung mit Waschmaschine) und die Küche benutzt. Natürlich durfte das Lakritzeis nicht fehlen, wir hatten schließlich ein Tiefkühlfach!
Nach dem Essen fuhren wir mit dem Bus die knapp acht Kilometer zum Polarkreis hoch, wo die Stadt ein Weihnachtsmann-Dorf gebaut hat. Alles ist zwar kostenlos zu besuchen, doch Erinnerungsfotos des Besuchs beim Weihnachtsmann (der sogar deutsch kann und ein paar Minuten mit dir über alles mögliche redet) kosten ein kleines Vermögen. Auf jeden Fall haben wir jetzt den Weihnachtsmann persönlich getroffen und den Polarkreis gleich mehrfach überschritten!


Wir konnten dann noch ein paar Minuten Rentiere erhaschen, die in einem umzäunten Gehege waren und besichtigt werden konnten (leider nicht in freier Wildbahn..) und probieren dann in den Weihnachtswald zu laufen. Allerdings war nach ein paar Metern Schluss, wo der Weg über schmale Planken ein Moor überquerte.

Also sind wir wieder zurück in die Stadt gefahren, haben uns ein wenig Tee geholt und sind dann spazieren gegangen – an einem der breiten Flüsse entlang, die hier zusammenfließen, über die Brücke und dann den Berg hoch zu einem Aussichtsturm. Inzwischen war es nach 21 Uhr, die Sonne stand noch recht hoch am Himmel und schien zwischen den Wolken durch, die für die einen oder anderen Tropfen sorgte, doch vor dem großen Regenguss blieben wir verschont.


Nach dem Ausflug in den Wald sind wir zurück, L den Berg runter, J die laaaaange Treppe entlang.

Wir haben dann langsam über den einen Park und den anderen Park, eine Brücke und die kleine Innenstadt wieder zurück gemacht, sind dann kurz vor Mitternacht (es war taghell) angekommen, J hat sich sehr gewundert, warum er so müde ist und es noch längst nicht dunkel ist, L fand es komisch, Menschen bei Sonnenschein in Bars trinken zu sehen.
Auf jeden Fall haben wir uns noch kurz was zu essen gemacht, ein wenig Lakritzeis gegessen und sind dann ins Bett gefallen.