Ramadan und viele Schlangen

Dienstag, 03.05: Istanbul

Wir wurden schon vom Hostel gewarnt, dass wegen des Ende des Ramadans die kommenden Tage viele Läden zu haben und erst im Laufe der Tage wieder öffnen sollten. Vor den ganzen Einheimischen, die gerade touristisches Programm machen und in die Attraktionen wollen, hat uns aber niemand gewarnt. Und irgendwie schaffen wir es immer wieder, zu Feiertagen im Land zu sein.. Zweimal Ostern, und nun der Beginn des Ramadan.

Also machten wir uns auf den Weg, den Berg runter durch den Kreuzfahrthafen, wo gerade ein riesiges Schiff angelegt hatte und viele Menschen in die teuren, wahrscheinlich auf gut betuchte Kreuzfahrer ausgelegten Geschäfte am Hafen strömten. Wir liefen dagegen am Ufer entlang zur Dolmabahçe, einem Sultanspalast am Bosporus, den wir eigentlich ansehen wollten. Doch wie oben schon verraten wurde das nichts, denn die Schlange war fast so lang wie die am Eiffelturm, und wir wollten mit dem Tag was anderes anfangen als in einer Schlange zu stehen. Also gingen wir weiter am Ufer entlang, bis nach Besiktas, wo wir am ersten Tag eine Gegend gesehen hatten, wo man was zu essen bekam. Und so verbrachten wir dann den ersten kleinen Regenschauer beim Essen und den zweiten in einem Bazar, wo wir zwar nichts kauften, aber die bunte Zusammenstellung verschiedenster Händler zu einem Konglomerat aus allem, was man brauchen kann oder auch nicht bestaunten.

Als der Regen besser wurde, liefen wir zur Tram zurück und fuhren in die Innenstadt, in der Hoffnung, dass dort die Schlangen nicht so lang waren. Es gab einfach keine Schlangen dort, sondern nur eine Polizeiabsperrung. Es waren so viele Menschen im Bereich um Hagia Sofia und blaue Moschee, dass einfach keine mehr hereingelassen wurden.

Also laufen wir stattdessen über den Gewürzmarkt und die umliegenden Gassen, lassen uns durch Menschenmengen drängeln und gelangen zu den Brücken über das goldene Horn, dem natürlichen Hafen Istanbuls, der hier in den Bosporus mündet.

Von der Metrostation aus gibt es einen schönen Blick über das goldene Horn auf den Galata-Turm und den Berg drumherum.

Dann sind wir mit der Metro den Berg hoch gefahren und haben ein wenig die Gässchen um die Fußgängerzone der Innenstadt unsicher gemacht, bevor wir ins Hostel zurück sind und dort Tee und Bier genossen habem.

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