Mittwoch, 20.04: Nice, Menton, Pisa
Da in Frankreich die ganze kommende Woche Regen vorhergesagt wurde, haben wir beschlossen zu fliehen. Aber direkt die erste Fahrt ging schief – wie fast immer bisher ein Regionalzug der französischen Bahn. Und so strandeten wir in Menton, wo wir wegen „technischen Problemen“ gebeten wurden, den Zug zu verlassen und den nächsten zu nehmen.
Der nächste Zug kam zwar schon in einer halben Stunde, doch bei 28 Minuten geplanter Umstiegszeit und einem Zweistundentakt im nächsten Abschnitt nutzte uns das exakt nichts. Insbesondere, wenn ebendieser nächste Zug, auf den wir vertröstet wurden auch noch 5 Minuten Verspätung hatte.
Und so standen wir in Ventimiglia vor der Entscheidung, knapp 1,5 Stunden im Regen auf den nächsten schnellen Zug zu warten oder stattdessen im trockenen mit der Regionalbahn zu bimmeln. Wir entschlossen uns für letzteres.
So erreichten wir nach zwei Stunden Savona und nach weiteren zweieinhalb Stunden Sestri Levante. Dort standen wir vor dem Problem eines kaputten Aufzugs, was das Stationspersonal kurzerhand durch eine Gleisänderung des Zuges zu beheben versuchte – doch war es dafür zu spät, in das einzige erreichbare Gleis war schon ein Zug eingefahren. Also Treppen.
So erreichen wir dann verschwitzt den Zug nach La Spezia, wo wir endlich in den Zug nach Pisa umsteigen konnten, was wir dann zwei Stunden später als geplant gegen 19:30 erreichten. Hier haben wir eine Nacht Zwischenstopp eingeplant, bevor es weitergeht, immer weg vom Regen und in Richtung Sonne.

Natürlich durfte ein Besuch des Turms nicht fehlen, und ein wenig durch die Altstadt konnten wir auch noch streifen.





Als es dann anfing zu tröpfeln, haben wir uns in eine kleine, belebte Taverne gesetzt. Fast nur Einheimische, selbstgebrautes Bier und eine coole Atmosphäre, warum auch nicht. So verbrachten wir den Regen bei Bier und Speis im „Orzo Bruno“, probieren das eine und andere Bier und hatten leckeres spätes Abendessen.



Viel zu früh mussten wir uns aus dem „Braunbären“, wenn wir das richtig übersetzt haben, verabschieden – denn wir brauchen ja auch noch ein wenig Schlaf, morgen geht es schon kurz nach sechs Uhr weiter.
1 Kommentar
Kommentieren →Na ihr seid ja lustig drauf 😉