Samstag, 28.05: Tallinn, Helsinki
Heute haben wir es endlich geschafft, nach Finnland zu kommen. Nach dem Aufstehen und fertigmachen gehen wir Richtung Hafen, doch nach ein paar hundert Metern haben wir eine SMS vom Hostel-Besitzer auf dem Handy, mit dem Angebot uns zum Hafen zu fahren. Da es gerade recht doll regnet, nehmen wir an und suchen im nahen Supermarkt Unterschlupf und ein kleines Frühstück. Dann werden wir zum Hafen gebracht, wo wir ins Schiff einchecken. Der Auto-Checkin geht natürlich nicht, wir müssen manuell einchecken und unsere Interrail-Tickets vorzeigen – dafür bekommen wir ordentlich Rabatt. Zwei Stunden soll die Überfahrt dauern, doch wir legen eine Viertelstunde zu früh ab – der Check-in war wohl schneller fertig als geplant.


Schnell kaufen wir noch ein wenig Lakritze in diversen Formen im Supermarkt des Schiffes (der wundersamerweise günstiger ist als Estland, und damit wahrscheinlich auch günstiger als Finnland) und naschen die letzten beiden Türkisch Pfeffer, die uns vor sieben Wochen bei der Abfahrt von A gegeben wurden. Wie gut, dass wir eben neue bekommen haben!
Schon kommen wir in Helsinki an und besorgen uns Tram-Tickets, denn Unterkunft, Fähre und Innenstadt sind doch etwas voneinander entfernt. Mit der Tram geht es zunächst in unsere Unterkunft, wo wir ein paar Betten in einem 24-Bett-Zimmer beziehen sollen – alles andere würde uns in dieser Stadt einfach schnell pleite machen, und selbst diese Betten sind die bislang teuersten unseres Trips.
Als wir uns im Supermarkt nur mal kurz was zu essen kaufen wollten, fällt direkt die große Packung Lakritzeis auf. Ratet mal, was es bei uns zu Mittag gab?

Nach dem Mittagessen sind wir in die Stadt, erstmal in die Innenstadt, um dort ein wenig herumzulaufen.



Dann sind wirein wenig am Ufer spazieren gegangen und haben uns beeindruckt die Inseln vor der Stadt angesehen. Nach einem längeren Spaziergang beschlossen wir, auch noch mit der Fähre zu einer Inselgruppe rauszufahren und uns eine alte Meeresfestung anzusehen.

Alle zwanzig Minuten fährt am Innenstadthafen die Fähre zur Suomenlinna raus. Und damit haben wir die zweite Fähre des Tages geschafft und sind in der Festung angekommen, die wegen ihrer militärischen Bedeutung sowohl für die Schweden, als auch für die Russen und Finnländer als Unesco-Erbe ausgezeichnet wurde. Hier gibt es mal wieder ganz viel 🧔🪨🩹, über das sich L sehr freut, es stehen diverse Kanonen und so herum und man kann in manche Gebäude der Festung hereingehen. Wir folgen den fast zwei Kilometer langen blauen Weg, der an fast allen Sehenswürdigkeiten vorbei führt, und biegen mal hier, mal da ab.



Danach ist es auch schon recht spät, und auch wenn es noch nicht dunkel ist, es dämmert schon seit mehreren Stunden. So richtig dunkel wird es hier kaum noch, viel mehr zwei Stunden Dämmerung, zwei Stunden fast dunkel und dann wieder zwei Stunden Dämmerung. Und dabei muss man dann irgendwie schlafen..