Freitag, 10.6: Kopenhagen, Hamburg, Berlin, Dresden
Heute geht die Reise zuende. Irgendwie fühlt es sich an als wären wir nur ganz kurz weggewesen, dabei waren es über zwei Monate. Jedenfalls setzen wir uns traurig in den Zug nach Hamburg, der kurz nach elf losfährt. Zum Glück haben wir uns Hilfe zum Einsteigen organisiert, J ist also heute „arbeitslos“ und kann ganz in Ruhe einsteigen. Wir haben sogar Sitzplätze reserviert bekommen!
Nach ein paar Stunden Dänemark, zwei beeindruckenden Brückenüberfahrten und viel flachem Land erreichen wir Deutschland – genau zwei Monate, sieben Stunden und vierzehn Minuten, nachdem wir es in Kehl verlassen haben.

Dann kommen wir irgendwann in Hamburg an, leicht verspätet, da wir ewig vor dem Bahnhof auf Einfahrt gewartet haben. Wer erwartet in Deutschland schließlich schon einen Zug, der fast zehn Minuten zu früh ist.. Dort steigen wir um, J besorgt schnell noch Brot und Lakritze aus dem Edeka und L wird direkt zum Gleis gebracht. Wie schön, dass das so gut klappt. Was dann aber nicht klappt, ist die Einfahrt unseres ICE nach Berlin. Der kommt zwar pünktlich, fährt aber zu weit in den Bahnhof rein, sodass er obenrum (übers Berliner Tor) aus Hamburg rausfahren muss, und nicht nehr auf die schnellere direkte Strecke nach Berlin fahren kann. Wer auch immer die Weichen dafür direkt in den Bahnhof eingebaut hat..
Naja, unsere Verspätung in Berlin war damit vorprogrammiert, wir kommen also knappe 15 Minuten zu spät an, trotz fast pünktlicher Abfahrt in Hamburg und ohne auf der Strecke nach Hamburg wirklich langsam zu fahren – das Langsamfahren auf der „Umleitung“ in Hamburg macht sich bemerkbar.
Allerdings haben wir wegen der Hilfe eh eine Stunde Umstieg in Berlin machen müssen, von daher ändert sich der Plan nur für alle anderen. Wir gehen ganz entspannt noch in den Rewe (mit Einlass, weil großer Andrang) und holen uns was zu essen und trinken, bevor wir in den Zug nach Dresden steigen.
In Dresden angekommen, werden wir direkt am Gleis von F+A abgeholt und mit Freuden und Blumen empfangen. Zu Hause (wenn man es nach mehr als zwei Monaten Abwesenheit noch so bezeichnen darf) kommen dann noch weitere Freunde dazu, Geschichten werden erzählt und was man auch sonst noch so macht. Irgendwie fühlt es sich komisch an, zurück zu sein, doch nach ein paar Stunden haben wir uns wieder eingelebt, und ein paar Tage später ist dann auch das Gefühl, jeden Tag nach einer Unterkunft suchen zu wollen und Dinge anschauen zu wollen weg.
Das war wohl eine unserer schönsten Reisen.