Mittwoch, 25.05: Riga
Da uns gestern schon das heutige Schietwetter vorhergesagt wurde, haben wir uns etwas zu lange bein Tee und Kaffeetrinken Zeit gelassen. So sind wir zwar wach, aber fünf Minuten zu spät am Treffpunkt der Stadtführung, die wohl schon ohne uns angefangen ist. Da die Gruppe auch nirgendwo zu sehen ist, machen wir halt unsere eigene Stadtführung – Wikipedia und die Ziele des Flyers aus dem Hostel machen es möglich.
So laufen wir aus der Innenstadt heraus über den Rigaer Markt (größter Freiluft-Markt in Nordeuropa), durch das „Moskauer Viertel“ mit Holzhäusern und der Wissenschaftsakademie und durch die Speicherstadt, die jetzt als Holocaust-Museum dient.
Danach geht es noch ein wenig in die Innenstadt, zur (nicht ganz so barrierefreien) Kathedrale und zu den Bremer Stadtmusikanten, die hier in etwas anderer als der gewohnten Form vor der einen Kirche stehen. Wir sehen auch die Überreste einer Stadtmauer und einige kleine Hinterhöfe, das Rathaus mit der auf (etwas sehr in die Jahre gekommenen) Deutsch beschrifteten Uhr und vieles mehr.




Nach dem Innenstadtrundgang gehen wir noch ein wenig durch den Park im alten Burggraben (ist es einer? Mit dem Zickzack-Wasser sieht es schonnstark danach aus) und an die orthodoxe Kirche. Zunächst wollten wir das alte KGB-Gebäude noch besichtigen, doch das fällt aus da das Wetter auf einmal wieder gut wird und wir so doch lieber draußen bleiben, noch ein wenig mehr in der Innenstadt ansehen und dann am frühen Abend ins Hostel zurückmachen, um die Küche zu nutzen.
Dabei fängt es an zu schütten, und L kommt auf die Idee, doch mal im Schoppingcenter nebenan nach einer Regenhose Ausschau zu halten – erfolglos, wie wir nach einer halben Stunde feststellen müssen. Wegen des schlechten Wetters gehen wir zurück ins Hostel, wo einige Menschen Bierpong und Tischkicker spielen, und setzen uns dazu. Schnell haben wir uns verquatscht und verspielt, und wenige Stunden später finden wir uns in netter Begleitung in einem kleinen Pub mit riesiger Auswahl wieder und bekommen von einem geheimnisvoll wirkenden Menschen aus Las Vegas, der auch in unserem Hostel untergekommen ist und dort schon allen sehr viel Bier spendiert hat eine Runde nach der anderen ausgegeben. Nebenbei unterhalten wir uns noch mit einem Franzosen, der sich einige Sätze in so vielen Sprachen wie möglich auf dem Handy speichert und gerade am Finnisch lernen ist – ob sein Plan, damit Frauen aufzureißen, wohl gelingt?